Mexico Kaffeereise 2018 nach Santo Domingo Cacalotepec – Anreise und Tag1

Mexico Oaxaca, 9. bis 11. März 2018

Unsere Kaffeereise zu unseren Partner im kleinen Dorf Santo Domingo Cacalotepec beginnt. Nachdem wir spät am Abend von unserem Partner Thomas Pingen auf dem Flughafen in Oaxaca City abgeholt werden, geht es nach einer Anreise von 18 Stunden erstmal in unser Hostelzimmer. Leider mit dem Taxi, denn Thomas „roter VW-Käfer“, der uns im letzten Jahr hervorragend durch den Bundesstaat Oaxaca auf unserer ersten Mexicoreise gebracht hat, liegt leider mit Motorschaden in der Werkstatt fest…

Am nächsten Morgen zeigt sich die Landeshauptstadt von ihrer besten Seite mit strahlend blauem Himmel und der uns schon bekannten offenen und herzlichen Seite.

Wir machen einen kleinen Spaziergang durch die handwerklichen Markthallen, wo wir nach 2017 schon fast traditionsgemäß, unser deftiges Frühstück aus heisser Schokolade, Brot und Chiele Ripieno mit schwarzer Moyo einnehmen.

Natürlich gibt es nachher noch einen Kaffee und viele Obstsäfte und wir nehmen uns viel Zeit für ein erstes Meeting mit Thomas, um unsere Ideen und Pläne für die nächsten Tagen abzustimmen. Hier zeigt sich, dass auch Thomas sich viel Arbeit für Cacalotepec vorgenommen hat.
Um 14.00Uhr sind wir beim Busbahnhof, um unser Gepäck auf dem Kleinbus zu verpacken, der uns in einer sechsstündigen Fahrt nach Tanetze, dem Ort vor Cacalotepec zu bringen, wo uns Romulo mit seinem Pickup abholen wird.

Noch bei Tageslicht in den Bergen der Sierra Norte de Juarez

Gegen 22.00Uhr hauen wir uns sofort, ohne andere Dorfbewohner zu treffen, erschöpft in unsere Betten in der kleinen Berghütte, die wir uns schon im letzten Jahr als „zukünftige Bleibe“ gewünscht haben. Diese Cabaña gehört dem gesamten Dorf und wird als Touristen-Unterkunft vermietet. Zu diesem Geheimtipp verirren sich 3-4mal jährlich Wanderer aus aller Welt, die dann hier ihren Standort für ein paar Nächte beziehen.

Erst am nächsten Morgen können wir die herrliche Natur, die Ruhe und die einzigartige Lage der kleinen Steinhütte oberhalb des Dorfes Santo Domingo Cacalotepec entdecken. Wir haben alle das Gefühl, nicht in Mexico, sondern eher in einem kanadischen, oder skandinavischen Nationalpark zu sein.
Ein Traum…

Unsere Unterkunft in den Bergen von Cacalotepec

Romulo hat uns seinen Pickup überlassen, mit dem wir ins Dorf und zu seinem Wohnhaus fahren. Dort sehen wir auch das erste Mal in diesem Jahr seine Frau Elia, die uns sehr herzlich begrüßt und uns mit einem typischen herzhaften Frühstück aus Rührei in kräftiger Tomaten-Sud satt macht. Und immer dabei: scharfe Salsa (von der Heike und ich nur in homöopatischen Dosen genießen).

Romulos und Elias Wohnhaus

Anschließend setzen wir uns auf die Terrasse, besprechen was in den letzten Monaten im Dorf und bei uns passiert ist, was wir in den nächsten Tagen gemeinsam vorhaben und wir packen unsere Geschenke aus, die wir den beiden mitgebracht haben. Unser Kaffeebroschüre, in der auch Elia und Romulo und ihr Kaffee beschrieben sind, wird begeistert durchgeblättert. Beide sind extrem Stolz, was wir über sie und den Kaffee des Dorfes in der Broschüre berichten. Thomas muss viel übersetzen und erklären.

Auch ein Paket ihres Kaffees in Original-Verpackung bringen wir mit. Romulo ist sehr ergriffen, dass sein Name auf unserer Kaffeetüte steht. Stolz über und über…

Artemio erhält eine Probe seines Kaffees aus Daun.

Auch sein Nachbar Artemio Ruiz kommt gerade vorbei. Von ihm haben wir ebenfalls ein Lot in 2017 gekauft und auch er erhält seinen Kaffee in 250g geröstet „zurück“. Natürlich auch mit seinem Namen auf der Verpackung.

Nachdem noch unser Honig, der Woodkaffee (dazu später mehr) und neue Kappen und Kopftücher verteilt wurden, packen wir erstmal alles weitere an Arbeitsmaterialien aus.  Romulos Kappe, die wir ihm 2017 mitgebracht haben, hat sichlicht unter der Sonne und mehreren Waschgängen gelitten, und so kommt eine neue gerade recht. Allerdings liebt er seine alte sehr und auch wir finden, sie hat einen tollen Charme.

NEU und ALT

Thomas und sein Kumpel Shaun Mace aus Bristol (er ist schon seit ein paar Tagen im Dorf, um Dinge für Thomas vorzubereiten) bringen den kleinen elektrischen Probenröster (Quest) in Gang, denn er braucht ein paar neue Brennstäbe. An dieser kniffligen Sache hängt Thomas für fast drei Stunden fest. Wir bereiten viele Dinge für die nächsten Tage und zig bevorstehende Verkostungen vor, und so geht der Tag mit viel Kleinkram vorüber….

 

Neue Trockentische unseres Partners Romulo Chavez in Mexico

Kurz vor unserer zweiten Reise nach Santo Domingo Cacalotepec in Oaxaca, Mexico sendet uns Romulo Chavez, unser Partner und Koordinator der Dorf-Produzentengruppe aktuelle Bilder von seinen neuen Trockenhorden.


Schon im vergangenen Jahr haben wir zusammen mit unserem Freund Thomas, der sich intensiv mit den verschiedenen Trocknungsdynamiken des Rohkaffees/Pergamino beschäftigt hat, über alternative Trocknungen des Kaffees diskutiert. Jetzt hat Romulo unsere Ideen als erster im Dorf exemplarisch umgesetzt.
Nicht immer sind die klimatischen Bedingungen während der Ernte für die Trocknung des Rohkaffees ideal. Zwar wird in Santo Domingo schon ein sehr großer, manueller Aufwand zur Trocknung auf Bastmatten betrieben.

Trocknung auf Bastmatten bei unserem Besuch im März 2017

Doch Romulo, sehr offen für neue Ideen, die die Qualität verbessern können, hat jetzt zusammen mit seinem Sohn einen Hordentrockner mit Kunststoffbetten und Schattennetz gebaut. Langsame Trocknung bei leichtem Schatten bringt noch vollere Kaffeequalitäten. Bei Regen, oder Nebeln kann das Gestell sogar wie ein Zelt abgedeckt oder verschlossen werden.

Ob die gesamte Ernte von Romulo dort getrocknet werden kann, oder nur ausgewählte Partien, werden wir bei unserem Besuch im kommenden Monat erfahren.
Jedenfalls wieder ein weiterer Schritt, der auch andere Dorfproduzenten anregen kann. Es ist immer wieder ermutigend zu sehen, wie unsere Kaffeebauern solche Impulse ernst nehmen um damit Ihre Kaffeequalität und damit den Preis weiter optimieren können.

Dienstag 13.02.2018: Thomas ist ab heute,  wieder in Santo Domingo Cacalotepec und bereitet schon mal die Ernten mit auf.

Der Red Beetle steht bereit

Mexico Cacalotepec „Lot1 von Romulo Chavez“ jetzt verfügbar

Diese Woche geröstet und jetzt im OnlineShop und in der Dauner Kaffeerösterei verfügbar:

Mexico Cacalotepec. Das Lot von Romulo und Elia Chavez.


Ein ein spannender Kaffee der auf der einen Seite sehr sanft und ausgewogen erscheint, auf der anderen Seite aber einen fulminanten Körper und eine angenehme Nachhaltigkeit im Mund besitzt.
Herrlich nussige und schokoladige Noten mit zartem Zitronenbeiklang.

Wir möchten mit diesem Sortenreinen Kaffee unserem Freund Romulo ganz besonders für seine Mühe und Arbeit würdigen, die er für die Dorfgruppe in Santo Domingo Cacalotepec tut. Ohne Romulo hätten wir den Erstimport aus diesem Dorf in diesem Jahr nicht schaffen können.

Romulo ist der Sprecher einer Gruppe von 50 Kaffeebauern, die insgesamt ca. 25 Tonnen Rohkaffee unterschiedlichster Qualitäten pro Jahr produzieren. In Februar/März 2017 haben wir das kleine Dorf durch etwas Glück als unseren Partner für zukünftige Importe aus Mexico finden können. Der erste Gesamtexport betrug 9000kg und besteht aus 5 verschiedenen Partien, die wir für verschiedene Kaffees (Sortenrein, Mischungen und Espresso-Blends) verwenden werden.

Unser erster Mexico-Kaffee in Hamburg eingetroffen


Heute sind wir in Hamburg, um unseren ersten Container aus Mexico auszuladen.
Endlich, nach  fast 3 Monaten sind sie da. Unsere ersten 5 Talhão® Lots aus dem Dorf Santo Domingo Cacalotepec (für mehr Informationen dem Link folgen) im Staat Oaxaca, Mexico. Insgesamt 130 Säcke a 69kg, also knapp 9 Tonnen erstklassiger, gewaschener und sonnengetrockneter Arabica.

Ende März haben wir auf unserer ersten Reise nach Mexico das kleine Dorf Santo Domingo Cacalotepec und die Produzentengemeinschaft um ihren Leiter Romulo Chaves Velasco gefunden. Wir haben verschiedene Lots der einzelnen Bauern getestet und gemischt, die Aufarbeitung (schälen, Sortieren und Absacken) bei der UNTAO in Oaxaca organisiert und die Logistikkette zusammen mit der Spedition a.hartrodt in Hamburg geplant.

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Heute, nach drei Wochen auf See und ein paar Tagen beim Zoll, steht unser erster Import-Container aus Mexico in Hamburg bei unserem Lageristen Schwarze und Cons. und wartet darauf entladen zu werden. Wir haben es uns nicht nehmen lassen nach Hamburg zu fahren um dabei zu sein; Säcke und Container zu inspizieren, die ersten Muster zu ziehen und einige Säcke mit nach Daun zu nehmen.

Der Container an der Rampe ist in einem guten Zustand und schon beim Öffnen sehen wir schnell, das er sehr gut gepackt ist und die verschiedenen Lots durch Packpapierbahnen getrennt sind.

Sofort machen sich die Mitarbeiter von Schwarze und Cons daran alle 130 Sack (69kg !) von Hand auf EURO-Paletten zu stapeln. Diese werden dann von einem Gabelstapler aus dem Container gefahren, auf einer Palettenwaage ausgewiegen und sortiert auf der Rampe abgestellen.

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Alle unseren 5 Talhão®Partien sind auf den Säcken durchnummeriert und werden einzeln bei Schwarze mit jeweiliger Partienummer und Bezeichnung eingelagert. Je nach Bedarf, können wir sie Säcke später von unserem Lagerplatz abrufen und per Spedition nach Daun bringen lassen.

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Jede Partie wird sorgfältig gezählt und verwogen und stimmt mit den angegebenen Gewichten aus Mexico überein.

Wir packen jeweils einen Sack in unseren Kangoo, um möglichst schnell in Daun rösten, verkosten und die Partien nochmals charakterisieren zu können. Danach entscheiden wir endgültig, wie die einzelnen Talhão®Lots eingesetzt werden: Als Single Origin, als Blend, im Espresso oder als Kaffee.

Alles ging glatt. Die Säcke sind in einem sehr guten Zustand und ohne Komplikationen in Hamburg angekommen. Wir sind glücklich, zufrieden und stolz, dass wir und unser Kaffee diesen Weg von den Bauern in Cacalotepec nach Deutschland geschafft hat.

Danke allen Partnern in Mexico und Hamburg und besonders an Thomas Pingen, die uns dabei unterstütz haben.