Peru 2019 Tag 9 – Cupping und Agrarwissen

Wie wir den letzten Abend beendet haben, beginnen wir den nächsten: mit einem Cupping.

Romelia beim Cuppen

Romelia, die sonst nur selten Kaffees verkostet, kann auch ohne Übung sehr gut schlechte von guten Kaffees selektieren. Leider verkostet fast kein Kleinproduzent regelmäßig Kaffees, was es ihnen erschwert Fehler in den Prozessen Anbau und Ernte zu optimieren.

 

Bei Finca Churupampa können wir mit den angestellten Agraringenieuren noch ein Meeting für unsere Freunde aus Ecuador organisieren. Dort erhalten sie noch wichtige Unterstützung zur Düngung ihrer Pflanzen und der Herstellung von Kompost. Wir hoffen sie können Wichtiges zur Optimierung ihrer Farm mitnehmen.

Agrar-Meeting

Peru 2019 Tag 10 – Abreise

Unsere Kaffeereise neigt sich dem Ende. Wir verabschieden uns mit einem Teja-Match auf Finca Churupampa.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Teja ist einfaches Wurfspiel aus dieser Region bei dem Metallscheiben auf einer Holzplatte plaziert werden müssen. Beder, Ercilias Lebensgefährte schafft es sogar uns noch ein neues Spiel in Chirinos zu besorgen. So können wir zukünftig auch in der Eifel dieses regional-typische Spiel zelebrieren.


Alle zusammen bereiten wir noch einen kalten Eierpunsch (ohne Alkohol) namens „Rompope“ zu. Da wir alle gemeinsam viel Spaß haben, fällt der Abschied etwas leichter.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir packen noch viele Kaffeemuster für uns und #Heilandt ein. Angel und Romelia fahren zurück nach Ecuador. Und Thomas bringt uns nach Jaen zum Flieger, der uns am Abend nach Lima bringen wird.

Bei der ACRIM in Zumba

Für uns war es eine eindrucksvolle Reise in zwei unserer Kaffeeregionen. Ecuador hat uns etwas nachdenklich gestimmt, weil hier kein richtiger Fortschritt über die letzten Jahre erzielt wurde. Die Kaffees sind immer noch erstklassig, aber es steckt auch von Seiten der Kooperative ACRIM so viel mehr Potential in den Kaffees, das nicht abgerufen wird.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bei Finca Churupampa indes ist alles auf Optimierung ausgerichtet. Unsere Produzenten werden erstklassig unterstützt: in Schulung bezüglich Anbau und Verarbeitung und in Punkto Finanzierung von Umstrukturierungen. Und die Qualitätssicherung durch ausgebildete und motivierte Mitarbeiter und durch die Firmenleitung


Über Lima geht es wieder heim, aber nicht bevor wir der Altstadt einen kurzen Besuch abgestattet haben.

Peru 2019 Tag 7 – Wieder zurück bei Finca Churupampa

Nach Viereinhalb Stunden und 30min Zollformalitäten erreichen wir Chirinos. Wir haben unsere Partner Angel und Romelia eingeladen uns nach Peru zu begleiten, um hier wertvolle Erfahrungen zu machen und Techniken bei Finca Churupampa und unseren Partnern zu erlernen. Für Angel und Romelia ist es der erste Besuch in Peru. Am Nachmittag machen wir einen ersten Gang durch den Ort Chirinos und begutachten auf Finca Churupampa die beispielhafte Plantage und Kompostierung.
Und schnell freunden sich unser ecuadorianischen Partner mit Ercilia und Beder, unseren Produzenten hier aus Chirinos an.

Unsere Kleinbauern sind Selbstversorger

Romelia Jimenez aus Ecuador

Allein vom Kaffee können die meisten Kleinbauern nicht leben. Auch mit fairen Preisen, die wir unseren Partnern zahlen, reicht es bei den kleinen Hektareinträgen, einer manuellen, organisch-ökologischen Arbeitsweise nicht die Familie vollständig zu unterhalten.
Unsere Kleinbauern und Partner besitzen aber neben der Infrastruktur des Kaffeeanbaus und der Aufarbeitung der Kaffeekirschen noch genügend Land, um ausreichend Gemüsevorräte zu kultivieren und Vieh zu halten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Mischkulturen, bei denen in den Kaffeefeldern Bananen, Zuckerrohr, Maniok, Ananas und mehr wachsen, sind auf kleinbäuerlichen Farmen ganz selbstverständlich. Neben den Resten der Kaffeeproduktion (Pulpe) können so Pflanzen und Gemüsereste, zusammen mit Viehdung für eine organische, ökologische Düngung sorgen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Vieh-Haltung spielt eine wichtige Rolle. Nicht nur als Eiweißlieferant. Auch als Resteverwerter spielen Schweine und Hühner eine wichtige Rolle. Und als Stickstoffdünger im Kompost ein wichtiger Nährstofflieferant für den Kaffeeanbau.

Meerschweinchen („Cuy“) sind in Ecuador und Peru ganz selbstverständlich eine besondere Delikatesse und werden fast von allen Bauern als Nutztier gehalten.
Unser Partner Levi, in Chirinos Peru, hat sogar eine Meerschweinchen-Zucht begonnen, um lokale Restaurants in der Umgebung zu beliefern.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ausschließlich vom Kaffeeanbau können in Mittel-und Südamerika nur die wenigsten Kleinbauern leben. Daher sind alle Bauern Selbstversorger und arbeiten noch saisonal in den umliegenden Dörfern oder in den entfernten Grossstädten.

  • Angel und Romelia aus Ecuador

Wir sind froh, dass unsere Partner, wie Angel und Romelia Jimenez aus Ecuador und Levi Silva  aus Peru durch gute Kaffeeernten, überdurchschnittliche Kaffeequalität und eine gesunde Nebenerwerbs-Landwirtschaft ihre Familien unterhalten können und ihren Kindern eine gute Schulausbildung sichern können.

 

Levi Silva Ocupa, unser Partner in Peru hat groß investiert.

Levi in seinem neuen Trockenzelt

Aktuell senden uns unser Partner Levi Silva Ocupa aus Chirinos, Peru und unser Freund Thomas Pingen Photos und Berichte von den Veränderungen auf Levi’s Farm.

Wir sind begeistert, wieviel Levi nach unserem Besuch in 2017 in die Familien-Finca investiert und was er alles verbessert hat.

Levi und Eber vor dem neuen Trockenzelt

Die Bonus-Zahlungen unserer letzen Peru-Kaffee Importe hat Levi in die Anschaffung eines Trockenzeltes investiert. Durch die langsame Trocknung im Zelt, konnten schon in diesem Jahr bedeutende Qualitätssteigerungen der Rohkaffee erreicht werden. Dieser Meinung sind auch Eber Tocto und Thomas, die viele der diesjährigen Partien von Levi bereits verkostet haben.

Im Trockenzelt mit dreistöckiger Hordentrocknung

Levi in der Mitte. Rechts die Kompostieranlage

Auch die „Washing Station“ zum Entpulpen des Kaffees ist jetzt überdacht.
Im Vordergrund sieht man die neue Kompostieranlage, auf der sehr erfolgreich die Schalen der Kaffeekirschen in wertvollen Dünger umgewandelt werden.

 

Das kleine Video zeigt die unglaubliche Aussicht von der Finca von Levi. Wie wir schon aus früheren Berichten wissen, sind Levis Töchter begeisterte Fussballerinnen. So hat die Finca auch einen eigenen Fussballplatz, im Video mit den aktiven Töchter im Hintergrund zu sehen.
Da früher die Kaffees während der Ernte auf diesem Platz getrocknet wurden, sind die Töchter nun dankbar für das neue Trockenzelt. So wird der Fussballplatz nicht blockiert.

Schon jetzt haben wir die Ernten in 2019 von Levi für uns reserviert. Denn so viel Engagement und Investionswille zeigt sich in tollen Kaffeequalitäten und will belohnt werden.