Peru 2019 Tag 9 – Cupping und Agrarwissen

Wie wir den letzten Abend beendet haben, beginnen wir den nächsten: mit einem Cupping.

Romelia beim Cuppen

Romelia, die sonst nur selten Kaffees verkostet, kann auch ohne Übung sehr gut schlechte von guten Kaffees selektieren. Leider verkostet fast kein Kleinproduzent regelmäßig Kaffees, was es ihnen erschwert Fehler in den Prozessen Anbau und Ernte zu optimieren.

 

Bei Finca Churupampa können wir mit den angestellten Agraringenieuren noch ein Meeting für unsere Freunde aus Ecuador organisieren. Dort erhalten sie noch wichtige Unterstützung zur Düngung ihrer Pflanzen und der Herstellung von Kompost. Wir hoffen sie können Wichtiges zur Optimierung ihrer Farm mitnehmen.

Agrar-Meeting

Peru 2019 Tag 3

Von Chirinos nach San Ignacio


Wir verlassen Finca Churupampa für 4Tage Richtung Ecuador und machen noch einen Zwischenstopp bei unserem Freund Richard Jaramillo in San Ignacio (immer noch Peru). Richard leitet die Kooperative „Bosques Verdes“ und betreibt auch eine Exportfirma Faical Cafe für besonders hochwertige Kaffees.
Wir machen eine Verkostung der Tagesmuster und besuchen zwei Fincas von Donña Rufina und Donña Vitlina. Traumhafte Lage auf 1700m mit gesunden Pflanzen im Bioanbau und hervorragender Tassenqualtät 85+.


Auf der Finca von Donña Vitalina: Toller Aufbau von Washing Station und Trockenzelt. Und nicht zu vergessen Vitalinas Herzlichkeit.

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Zum Abschluss noch ein Cupping bei FAICAL COFFEE San Ignacio Peru.

Peru 2019 Tag 2

Der Tag beginnt mit Regen. Kaffee-Ursprungsreisen bedeuten nicht immer Sonnenschein. Heute erleben wir einen typischen Tag dieses Erntejahrs mit viel Nebel und Niederschlag. Für die aktuelle Ernte nicht gut, aber die neue Blüte steht dadurch schon kräftig in den Startlöchern. Hier auf Finca Churupampa sehen die Pflanzen sehen prima aus.

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Die Sonne kommt raus und wir fahren auf rutschigen Wegen zu unserem Partner Levi Silva Ocupa.


Er betreibt mit seinen 6 Kindern eine im Wandel bestehende Finca. 10Hectar Land auf 1400m mit 7ha Kaffee. Das neue Trockenzelt, eine Kompostieranlage und neue Kaffeevarietäten sind nur einige der Veränderungen der Farm seit unserem ersten Besuch 2017. Die gesamte Familie mit allen jungen Nachwuchsfarmern ist hoch motiviert und wünscht sich mit uns als Partner von Jahr zu Jahr besser zu werden und den Lebensstandard langsam zu steigern.
Wir bestärken sie mit unserem Versprechen langfristig mit ihnen zusammen zu arbeiten. Unser Ansatz Nr.1 zu Nachhaltigkeit.

Unsere Kleinbauern sind Selbstversorger

Romelia Jimenez aus Ecuador

Allein vom Kaffee können die meisten Kleinbauern nicht leben. Auch mit fairen Preisen, die wir unseren Partnern zahlen, reicht es bei den kleinen Hektareinträgen, einer manuellen, organisch-ökologischen Arbeitsweise nicht die Familie vollständig zu unterhalten.
Unsere Kleinbauern und Partner besitzen aber neben der Infrastruktur des Kaffeeanbaus und der Aufarbeitung der Kaffeekirschen noch genügend Land, um ausreichend Gemüsevorräte zu kultivieren und Vieh zu halten.

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Mischkulturen, bei denen in den Kaffeefeldern Bananen, Zuckerrohr, Maniok, Ananas und mehr wachsen, sind auf kleinbäuerlichen Farmen ganz selbstverständlich. Neben den Resten der Kaffeeproduktion (Pulpe) können so Pflanzen und Gemüsereste, zusammen mit Viehdung für eine organische, ökologische Düngung sorgen.

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Vieh-Haltung spielt eine wichtige Rolle. Nicht nur als Eiweißlieferant. Auch als Resteverwerter spielen Schweine und Hühner eine wichtige Rolle. Und als Stickstoffdünger im Kompost ein wichtiger Nährstofflieferant für den Kaffeeanbau.

Meerschweinchen („Cuy“) sind in Ecuador und Peru ganz selbstverständlich eine besondere Delikatesse und werden fast von allen Bauern als Nutztier gehalten.
Unser Partner Levi, in Chirinos Peru, hat sogar eine Meerschweinchen-Zucht begonnen, um lokale Restaurants in der Umgebung zu beliefern.

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Ausschließlich vom Kaffeeanbau können in Mittel-und Südamerika nur die wenigsten Kleinbauern leben. Daher sind alle Bauern Selbstversorger und arbeiten noch saisonal in den umliegenden Dörfern oder in den entfernten Grossstädten.

  • Angel und Romelia aus Ecuador

Wir sind froh, dass unsere Partner, wie Angel und Romelia Jimenez aus Ecuador und Levi Silva  aus Peru durch gute Kaffeeernten, überdurchschnittliche Kaffeequalität und eine gesunde Nebenerwerbs-Landwirtschaft ihre Familien unterhalten können und ihren Kindern eine gute Schulausbildung sichern können.