Organic/Bio Dünger von Angel in Ecuador

Unsere Freunde Angel und Romelia Jimenez aus Ecuador bearbeiten ihr zwei Hectar großes Kaffeefeld rein biologisch, ohne chemische Dünger und Spritzmittel, Fungizide oder Pestizide.

Besonders deshalb ist die Düngung der Böden und Kaffeebäume während der Ernte unerlässlich, um die Reifung der Kirschen zu optimieren. Angel sendet uns heute Bilder von einem organischen Dünger namens Purin, den sie auf der Farm über das ganze Jahr in unterschiedlichen Rezepturen aus verschiedenen Blättern und Pflanzenresten selber herstellen.

Ein letzter Rest der alten Charge dient als Starterkultur für den neuen Ansatz.
Frischer Ansatz mit Blattresten

Die Brühe oder Jauche hat Angel am vorigen Samstag angesetzt.  Nach einer Woche (bei warmen Temperaturen) und täglichem Umrühren wird sie mit der Spritze auf Laub und Boden verteilt und für drei Monate in Gebrauch sein. Dieser Dünger wird immer bis zum Erntebeginn angewendet, also wenn der Kaffee reift. Die Blatt-Behandlung sollte 15 Tage vor der Ernte abgeschlossen sein. Unsere Freunde und Partner benötigen insgesamt drei Fässer dieser Brühe, um den ganzen Kaffee zu düngen.

Angel und Romelia Jimenez arbeiten rein biologisch. Wir importieren die komplette jährliche Ernte von 1000-1800kg Rohkaffee OHNE Bio-Zertifizierung um die Kosten der Zertifizierung für die Bauern, für uns und für unsere Kunden zu sparen und zahlen lieber einen höheren Preis für diese ausserordentliche Qualität und die Nachhaltigkeit unserer Partnerschaft.
Ein einzigartiger, vollmundiger und körperreicher Kaffee aus ursprünglichem und nachhaltigem Anbau. Direkter und natürlicher geht nicht.
Zu Kaufen im Online Shop.

Thailand Kaffee: Ernte abgeschlossen Container gepackt

In Thailand ist die Ernte unserer Partnerfamilie Laolee aus Khun Chang Khian abgeschlossen, die Kaffees wurden geschält in unsere Säcke gepackt und sind nun im Container auf dem Weg nach Deutschland.

Unser Kontigent von Familie Laolee für 2018

Lot Laolee: in Summe 15 Sack und einer davon nur 34kg à 874kg!

Ausgang:

  • 1.120kg Pergaminos à 930kg geschälter (unsortierter) Rohkaffee
  • 874kg sortierter Rohkaffee à 22% Verlust ab Pergamino.

    Restsack mit 34kg

Das Sortier-Ergebniss ist für diese Region, laut unseren Freunden Avou und Jürgen Wittmann, von Mystic Hilltribe Thailand (die uns auch die aktuellen Photos gesendet haben) ein ganz guter Wert und zeigt eine saubere Verarbeitung seitens der Aufbereitung. Avou und Jürgen betreuen unsere Kaffeepartner und die Rohkaffees in Thailand. Sie überwachen die gesamte Wertschüpfungskette von Anbau über die Sortierung bis hin zum Transport nach Deutschland.

Jürgen, Sohn Simon und Avou von Mystic Hilltribe und der Kaffeerösterei Chamer Land
Sortieranlage bei der Doi Chang Coffee Farm
Familie Loalee mit Jürgen beim Umladen der Rohkaffees

Erntestart in Ecuador

Früh startet sie dieses Jahr: Die Kaffee-Ernte in Ecuador.


Unser Freunde und Produzenten Angel und Romelia Jimenez senden die ersten Bilder der neuen Ernte 2018.
Zur Zeit liegen nur wenige Pergamino-Fraktionen zum Trocknen in den beiden Trockentunneln auf der Farm im Dorf La Palma. Doch schon in den nächsten Wochen erwartet Angel hier einen Engpass, denn Erntemenge und Qualitäten sehen extrem gut aus!

Bis voraussichtlich Anfang September dauert die extrem lange Ernteperiode in Ecuador. Wir freuen uns schon jetzt auf diesen wunderbaren Kaffee.

Pergamino der ersten Erntecharge beim Trocknen

Mexico Kaffeereise 2018 – Tag 6: Abschied von Cacalotepec

Früh am Morgen beginnen wir mit dem Aufbruch. Unsere Zeit in Santo Domingo Cacalotepec ist um. Der Pickup von Romulo wird mit unserem Gepäck beladen. Romulo wird uns nach Oaxaca bringen, weil Thomas einige Säcke Pergamino aus einem Nachbardorf mitnehmen möchte und wir noch zwei Treffen gemeinsam mit Romulo in der Landeshauptstadt geplant haben. Einmal mit UNTAO, unserer Schäl- und Sortierstation, und gleichsam unserem Exporteur, mit dem wir auch den Vertrag zu den Ernten 2018 machen möchten. Und dann mit Isaak Martinez, einem Kooperativenleiter, der Romulo in Verfahrensdingen unterstützt und für die Entwicklung des Dorfes sehr wichtig ist.
Ich lasse mir es nicht nehmen, das letzte Mal zu Fuss von der Cabaña ins Dorf abzusteigen und den wunderschönen Blick auf das Dorf wehmütigt genießen zu können.


Nach dem gestrigen Pflücktag ist extrem viel Leben im Dorf. Überall hört man die Entpulper, die die Kerne aus den Kaffeekirschen schälen/quetschen oder ich treffe Produzenten, die Ihre Kaffees zum Trocknen ausbreiten.

Artemio und seine Frau auf dem Trockendach seines Hauses

Auch wir helfen Romulo und Elia nach dem Frühstück ein letztes Mal ihre Kaffees zum Trocknen auszulegen, während Thomas und Shaun 8 Säcke Pergaminokaffee und das gesamte Verkostungs- und Röstequipment auf dem Pickup verstauen.

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Auch jetzt, beim Abschiedsbild ist wieder Wehmut angesagt, denn wir wissen noch nicht, wann wir uns das nächste Mal wieder sehen werden, und wie wir die Kommunikation zum Dorf in Zukunft optimieren können. Wir ermutigen Romulo und Elia ein weiteres Mal die Kommunikation über Email oder Messenger in Angriff zu nehmen. Nur so können wir einen intensiven Kontakt pflegen.

Dann geht es los auf die geplante 5 stündige Fahrt, aus der aber dann doch 8 Stunden werden…
Nach 1,5 Stunden  (wir können Cacalotepec nach auf der andrenen Talseite erkennen) mit voller Ladung und steilen Schotterstrecken stockt der Pickup zum ersten Mal mit überhitzem Motor. Zum Glück gibt es hier viele Quellen und sogar einen idylischen Wasserfall, an dem wir den Kühler erst von aussen kühlen und dann frisches Kühlwasser auffüllen können.

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Das Problem scheint gebannt, aber nach weiteren 60 Minuten Fahrt bleiben wir mit Motorschaden liegen. Starker, weisser Rauch aus dem Auspuff hatte das schon einige Kilometer angedeutet. Auch hier haben wir noch Glück, denn nicht weit entfernt gibt es eine KFZ-Werkstatt, die Romulo kennt, und in der wir den Pickup stehen lassen müssen.

Die letzten 50 Kilometer bis nach Oaxaca überwinden wir dann im einem Pickup Taxi, dass wir natürlich erst mal in der nächsten Stadt finden, und dann mit unserem gesamtem Gepäck beladen müssen. Da es jetzt auch noch zu regnen beginnt, sind wir froh, dass die Ladefläche mit einer Plane sicher geschützt ist. (Photos dazu sind aus Frustgründen nicht entstanden…)

Erschöpft und auch genervt kommen wir dann gegen 19.30Uhr in Oaxaca an und sind froh, dass unsere Posada Santa Caterina noch ein letztes Zimmer für uns hat. Thomas kommt mit Shaun bei seinem Freund Enrique Lopez unter und Romulo bleibt die Nacht bei seiner Tochter Patricia. Romulo organisiert noch ein geselliges Abendessen in einem Tlayudas-Restaurant (“mexikanische Pizza” – große gebackene Maistortilla belegt mit allen möglichen Zutaten, z.B. Chorizo, Bohnenmus, Käse, Avocado, Fleisch und Salsas) zusammen mit Patricia und ihren Kindern. Und der ganze Stress des Tages scheint vergessen.

Samstag 17. März 2018

Unsere letzten Stunden in Oaxaca verbringen wir touristisch und gestalten ihn bis zu unserem Abflug entspannt. Dabei geniessen wir die trendige Cafe-Bar Szene mit tollen Kaffee-Spezialitäten und die einzigartige Athmosphäre in den Straßen.

Samstags finden in Oaxaca City extrem viele Hochzeiten statt. Aus den umliegenden Regionen kommen viele Hochzeitspaare in die Stadt, um hier zu feieren. So kamen wir heute in den Genuss von einigen Hochzeitsumzügen, wie sie die wphlhabenden Familien in der historischen Altstadt celebrieren. Eine einzigartige Stimmung.

Besonders begeistert hat uns ein kleiner Stand (!) in der Markthalle, an dem wir sämtliches Kaffee-Brüh- und Filter-Equipment, was man sich nur vorstellen kann, fanden. Ob Hario, Bialetti, Bodum, AeroPress, Chemex etc. Alles hier auf kleinstem Platz vertreten. Nur die angebotenen Kaffeebohnen (dunkel bis ölig) entsprachen nicht unserem Anspruch…

Unsere beiden Treffen, die wir mit Romulo am Vortag geplant hatten, können wir heute leider nicht nachholen, da Samstag ist. Aber wir verabreden uns zum Abschied noch in einer Kaffee-Bar und können so wenigstens bei einerer guten Tasse „Cappuccino“ (Favorit von Romulo) die letzten Stunden gemeinsam diskutieren.


Dann geht es Richtung Heimat.
Für uns war Santo Domingo Cacalotepec 2018 eine besondere Reise. Nicht nur, weil wir den Menschen, und allen voran Romulo und Elia, näher gekommen sind, sondern auch weil wir festgestellt haben, wie viel Potential an tollen Kaffees hier noch geformt werden kann und muss, und wieviel Projekt-Arbeit hier noch wartet.
Auf die Kaffeepartien der neuen Ernten freuen wir uns sehr, wenn sie dann voraussichtlich im Juni in Deutschland eintreffen werden. Jetzt heisst es, Verträge per email machen und weiter intensiv in Kontakt bleiben.

 

Mexico Kaffeereise 2018 – Tag 5: Aussichtsturm und Aussichten

Die Sonne lacht wieder. Zwar sind die Kleidung und Betten noch etwas klamm und die Wolken hängen noch tief im Tal, aber wir können unseren ersten Morgenkaffee draußen in der Sonne genießen.

Romulo ist früh zu unserer Cabaña (auf 1700m ü. NN) aufgestiegen, denn wir haben für heute eine Wanderung zum Mirador (Aussichtsturm) über dem Dorf geplant. Also Wanderklamotten an (Zwiebelprinzip, denn es ist noch frisch, scheint aber heute noch heiß und schwül zu werden) und Machete umgeschnallt und dann hoch bis auf 2000m. Ohne Frühstück oder Proviant, was wir noch bereuen werden…

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Bei dieser Wanderung wird uns einmal mehr bewußt, warum wir diese Kaffeeregion so lieben. So viel unberührte Natur und Wildnis, atemberaubende Aussichten auf Berge und kleine Bergdörfer, die in den Berghängen kleben.

Leider sehen wir, als wir den Aussichtsturm erreichen vom unserem Kaffeedorf Santo Domingo Cacalotepec erstmal nichts. Zu tief hängen die Wolken im Tal fest. Aber Minute für Minute lichtet sich der Vorhang und wir sehen, dass wir fast genau über dem Dorf stehen.

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Erschöpft, aber glücklich machen wir uns an den Abstieg

Elia kräftigt uns mit einem herzhaften (und scharfem) Frühstück mit Rührei Tomatensoße und Tortilla und anschließend muss sofort der gestern gewaschene Kaffee auf das Trockendach und ins Trockenzelt. tägliche Routine, wenn es nicht regnet…

Tatsächlich packen wir zwei Stunden später, alles wieder ein, weil sich doch ein paar Wolken und erste Regentropfen zeigen.

Während Thomas und Shaun wieder Muster sortieren und rösten, denn wir wollen heute noch ein paar Kaffees aus dem Dorf cuppen, machen Heike und ich uns auf zu Produzenten in den Feldern. Da Romulo heute seinen Schweinestall neu bauen will und schon genug Helfer bereit stehen, machen wir uns auf eigene Faust auf den Weg.

Wir sind in der Haupterntezeit hier, was die voll hängenden Kaffeebäume zeigen. Die erwartete Ernte wird aber nicht hoch ausfallen , da die Blatt-Pilzkrankheit Roya und der Schneefall im Januar (ja auch dass kann hier auf 1700m passieren) klar ihre Spuren hinterlassen. Aber umso mehr Sorgfalt muss beim Pflücken, Sortieren, Schälen, Waschen und Trocknen jetzt aufgebracht werden um die Qualität hoch zu halten.

Artemio Ruiz López
und sein Sohn Abdias

Unsere Produzenten Artemio Ruiz Lopez und sein Sohn Abdias kommen mit drei Hilfen aus dem Dorf gut voran. Da die Wetterprognosen der nächsten Tage für das Trocknen der Kaffees gut aussehen, müssen heute viele Kirschen geerntet werden, um die Ernteausfälle der letzen Regentage kompensieren zu können. Auch müssen viele reife, durch den Regen aufgeplatzte Kirschen schnellstmöglich geerntet werden, um Schimmel und Gärung vorzubeugen, welches die hohe Qualität zu nichte macht. In ein paar Tagen müssen diese Defekte beim Pflücken dann aussortiert werden.

Wie bei unseren Süßkischen platzen auch Kaffeekirschen nach langem Regen auf. Qualitästverlust!

Auch Viridiana ist mit einem Pflückertrupp auf einem ihrer Felder. Nachbarn helfen sich bei der Farmarbeit gegenseitig, werden aber am Abend direkt bar bezahlt. So bleibt niemand einem anderen etwas schuldig.

Viridana begrüßt Heike auf ihrem unteren Feld, mit stark von der Roya befallenen Arabica Bäumen.

Die Ernte sei nicht schlecht, meint Viridiana, auch wenn in diesem Teil des Kaffeefeldes die Bäume sehr schwach sind. Sie führt uns einige 100Meter weiter zum höher gelegenen Teil, auf dem die Bäume deutlich grüner und kräftiger sind. Die Kaffeekirschen von diesen gesunden Pflanzen schmecken deutlich süsser und voller. Wir sind sehr angetan vom Engagement und der Begeisterung, die Viridiana uns entgegenbringt. Allein, ohne Mann managed sie ihre Kaffeeproduktion, und durch diverse Verkostungen wissen wir um die herausragende Qualität ihrer Kaffees.

Zurück im Dorf wird es schon langsam dunkel und wir bereiten gemeinsam die letzte Verkostung unserer Reise vor. Heute Abend stehen nur Kaffees aus dem Dorf auf dem Tisch. Elia und Romulo, die mit uns testen, sind sehr an den Ergebnissen interessiert.

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Da es jetzt zum ersten Mal um die eigenen Qualitäten aus dem Dorf geht, sind alle sehr kritisch. Das Potenzial der Kaffees ist allgemeinhin hoch, aber in manchen Details kann hier noch optimiert werden. Besonders die Konsitenz d.h. die Gleichmässigkeit der Proben lässt etwas zu wünschen übrig. Von jedem Kaffee stehen drei Tassen auf dem Tisch. Alle Tassen sollten gleich schmecken, was aber nicht immer so ist.

Auch stellen wir fest, dass einige Kaffees scheinbar zu schnell getrocknet wurden. Eine Problematik, die hier in der Region oft zu finden ist, weil Klimabedingungen von einem auf den nächsten Tag wechseln (Regen, Sonne, Temperatur, Luftfeuchtigkeit). Um die Qualitäten in der Zukunft weiter zu steigern, ist hier klarer Handlungsbedarf angesagt. Vielleicht muss man über Trockenzelte nachdenken, wie wir sie aus Peru und Ecuador kennen.

Zum Ende des Tages schenkt Romulo von unserem mitgebrachten „Woodkaffee“ aus. Einer Spirituose, die wir in 2018 zum ersten Mal produzieren und in den nächsten Monaten in den Verkauf bringen werden. Er wärmt alle und bringt diesem intensiven und anstrengenden Tag einen sanften Ausklang…