Die Kaffee-Ernte in Ecuador auf vollen Touren

Die Erntezeit unserer Partner Angel und Romelia Jimenez in Ecuador dauert von Mai bis September mit unterschiedlicher Intensität und  verschiedensten Wetterbedingungen.

Vor ein paar Tagen sendet uns Angel einige Fotos per email und berichtet kurz, denn sie haben alle eine Menge Arbeit bis in die Nacht, vom aktuellen Stand der Ernte.
Es hat sich doch wieder viel getan in der Entwicklung der kleinen Finca:

Angel und Romelia im Trockenzelt

Täglich läuft jetzt der Entpulper, um die Kaffeekerne (Bohnen) aus dem Kirschen zu befreien. Mittlerweile haben sich die Jimenez einen Elektromotor leisten können, der die Welle des Entpulpers antreibt. Bis vor einem Jahr wurde diese noch von Hand betrieben. Das war mühsam und uneffektiv, denn während die Reibetrommel sich nun automatisch dreht, kann Romelia schon die nächsten Kirsch-Chargen vorbereiten oder die entpulpten Kerne weiter waschen.

Romelia

Auch haben die beiden nun Licht in die Trockenzelte gelegt. So kann schon im Morgengrauen und nach 18.00Uhr, wenn es hier am Äquator schlagartig dunkel wird, noch der Kaffee gewendet und effektiv sortiert werden. Das macht den harten Arbeitstag aber auch nicht kürzer…
An den Wochenenden und in den Ferien ist auch Tochter Natalie auf der Farm. Sonst wohnt die 15jährige in Zumba, wo sie zur Schule geht.

Extrem haben wir uns über den kleinen „Kaffee-Gruß“ gefreut, den die Drei in den trocknenden Pergamino-Kaffee gemalt haben. Da geht unser Herz auf und die Sehnsucht wird groß…

Erntestart in Ecuador

Früh startet sie dieses Jahr: Die Kaffee-Ernte in Ecuador.


Unser Freunde und Produzenten Angel und Romelia Jimenez senden die ersten Bilder der neuen Ernte 2018.
Zur Zeit liegen nur wenige Pergamino-Fraktionen zum Trocknen in den beiden Trockentunneln auf der Farm im Dorf La Palma. Doch schon in den nächsten Wochen erwartet Angel hier einen Engpass, denn Erntemenge und Qualitäten sehen extrem gut aus!

Bis voraussichtlich Anfang September dauert die extrem lange Ernteperiode in Ecuador. Wir freuen uns schon jetzt auf diesen wunderbaren Kaffee.

Pergamino der ersten Erntecharge beim Trocknen

Ernte in Ecuador bei Angel und Romelia abgeschlossen

Nach einer Gesamterntezeit von ca. 4 1/2 Monaten ist die Ernte unserer Freunde Angel und Romelia Jimenez beendet.

Insgesamt hat Angel an diesem Wochenende 35 Säcke a 125Libras (ca. 60kg) als getrockneten Pergamino bei der Kooperative ACRIM in Zumba eingereicht.
Nach dem Schälen und Sortieren werden hiervon rund 19 Säcke Arabica Typica und 3 Säcke Catimor übrig bleiben, die wir hoffentlich im November mit unserem Container aus Ecuador verschicken lassen können.

Wir freuen uns auf diesen erstklassigen Kaffee, von dem wir schon Muster verkostet und auch hier in Deutschland haben.

Ernte 2017
Angel vor seinem Pergamino im Lager der ACRIM, Zumba
Vicente Troya, der Manager der Kooperative ACRIM unterstützt uns bei der Logistik
Schon im Lager ist klar beschrieben wer den Kaffee produziert hat und wer ihn bekommen soll.

 

Ursprungsreise Ecuador/Peru Tag 5 – Schulprojekt La Palma

La Palma kann auch anders. Es hat die ganze Nacht geregnet und heute morgen gestaltet sich die Aussicht trostlos.

Aber schon eine halbe Stunde später geht es uns besser…

Heute ist das Treffen mit den Eltern der Schulkinder von La Palma geplant. Also geht es den Berg hinauf zur Schule, neben der auch in den letzten Wochen die neue Dorfkirche gebaut wurde.

Im letzten Jahr haben wir mit Spenden den Aus- und Umbau der Schulküche begonnen. Heute will man uns offiziel das Ergebnis präsentieren. In der Schulküche nehmen wir das Mittagessen ein. Stolz zeigt man uns den neuen Herd, neue Teller und Tassen. Die neue Spüle hat jetzt fliessend Wasser, denn mit den Spendengeldern wurde vor allen Dingen eine neue Wasserversorgung der Schule (und der Nachbargebäude) über einen Tank in den Bergen und eine Zisterne gebaut.

Wasserzisterne „über“ der Schule

Wir möchten gerne das Projekt weiterführen und haben die Eltern gebeten uns Vorschläge für weitere Schritte zu machen.

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Es wird eine ganz offizielle Veranstalltung mit Dankesreden usw.. Zukünftiger Bedarf wird im Fussboden der Küche und im Dach der Schule angemeldet. Wir entscheiden, dass wir als erstes in der Schulküche einen Betonboden erstellen lassen. Auch sollen noch einige Gelder (zur Verfügung stehen 1000Euro) in den Ausbau des Schulgartens gesteckt werden. Das Abdichten der Schuldachs sollte doch eher Aufgabe der Gemeinde sein.

In 2016 haben wir ein Foto mit den Schülern vor der Schule gemacht. Heute sind mal die Eltern dran. Für jedes Schulkind haben wir einen Rucksack mitgebracht, den wir den Eltern überreichen. Das passt ideal zum Schulanfang in 2 Wochen.

Wiedermal haben wir die Größe falsch abgeschätzt….

Zurück auf der Finca geht die Arbeit weiter. Romelia und Nathaly entpulpen den Kaffee.

Die entpulpten Kaffeekerne/-Bohnen müssen nun noch fermentieren und gewaschen werden

Angel und Thomas laden die Pergamino-Säcke auf das Maultier von Angels Mutter. Insgesamt müssen viermal 2 Säcke den mühsamen Weg von Angel und Maultier den Berg rauf. Extreme Leistung.

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Ich mache mir es etwas leichter und fülle noch zwei weitere Säcke mit trockenem Pergamino.

Zwischen alle der Arbeit hat Angel noch Zeit ein paar schöne Fotos mit uns zu machen, denn ich wünsche mir eine neues Bild mit ihm auf unserem Kaffeesteig in Daun. Morgen brechen wir schon wieder auf, also ist jetzt der letzte Zeitpunkt für schöne Fotos.

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Angel will uns unbedingt noch seinen neuen Garten unterhalb des Hauses zeigen. Wir dürfen ein paar Reihen Salat und Möhren säen und bei ein wenig Ernte helfen.

In der Zeit hat Romelia leckere Tamales (mit Hähnchen und Gemüse gefüllter Maisgries) in Bananenblättern zubereitet. Zum Spielen sind wir heute Abned alle zu müde.

 

Ursprungsreise Ecuador/Peru Tag 4 bei Angel y Romelia

Der Tag beginnt. Gibt es etwas schöneres als aus der Schlafzimmertür zu treten und diesen Ausblick zu genießen?

Noch vor dem Frühstück  geht der Weg in die beiden Trockenzelte, denn dreimal täglich wird der Pergamino gewendet, damit die langsame Trocknung in ca. 25 Tagen (äußerst lange) gleichmässig verläuft.

Wir machen uns nützlich und genießen den Duft nach Getreide und Honig, der sich im Zelt ausbreitet

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Thomas bereitet die ersten Kaffees zu. Wir verkosten die mitgebrachten Sorten aus Indien und Brasilien und Romelias gerösteten Caturra von der Farm.

Anschliessend geht es auf Feld. Wir möchten ein paar Kilo Arabica Typica pflücken, um den Zustand der Bäume und den Reifegrad der Kirschen zu prüfen. Anschliessend sortieren wir die Ernte dann noch von Hand aus. Der Kaffee von Angel und Romelia ist einzigartig, weil jede Kirsche mehrfach durch deren Hände geht. Beim Pflücken, Sortieren, Entpulpen, Waschen und zigfach beim Trocknen. So ist die Qualität schon „ab Hof“ einzigartig.



Der starke Befallsgrad der Roya, dem Kaffeerost, der in Mittel und Südamerika grasiert macht uns Sorgen. Auch stellen wir fest, dass es einigen Pflanzen an Mineralstoffen fehlt. Das zeigen Blattverfärbungen.

Jetzt wird nochmal von Hand sortiert.Selektieren der Kirschen

Wir haben Angel eine Kamera mitgebracht. Die hat er sich gewünscht, um uns über das Jahr bessere Fotos senden zu können. Jetzt geht es an die Einweisung.

Romelia röstet frischen Kaffee. Sehr selten, dass ein Kaffee auf einer Finca seine komplette Wertschöpfungskette, von Anbau bis Genuss, durchläuft.

Da heute Sonntag ist klettern alle zum Dorfplatz rauf, denn dort trifft man sich immer am Nachmittag.

Ich erspare mir den Weg und baue mein „Büro“ auf, um Bilder zu sortieren und Blogteile zu erstellen.

Home Office Ecuador

Abends bereiten Thomas und ich für alle noch Apfelpfannkuchen zu. Übrigens die besten, die ich je hingekommen habe. Anfängliche Skepsis über ein süßes Abendessen vergeht schnell, als alle auf den Geschmack kommen.

Zum Abschluss haben wir noch gewaltigen Spaß mit unseren mitgebrachten Spiel.

Spieleabend